ServEx von XPS ist ein Entwicklungs- und Laufzeitsystem zur Erstellung und Ausführung standardkonformer Web Services. ServEx unterstützt die Web Services Standards WSDL (Web Services Description Language) und SOAP/XML (Simple Object Access Protocol) über http.

ServEx ist als Java-Servlet implementiert und wird unter der Kontrolle einer Java-Servlet-Engine wie z. B. Apache Tomcat, JBoss, Bea WebLogic oder IBM WebSphere Application Server ausgeführt. Darüber hinaus kann ServEx auch direkt aus einer Java Applikation heraus gestartet werden.

ServEx ermöglicht die Ausführung selbst entwickelter Java-Serviceprogramme, so genannter Weblets. Der Aufruf eines Weblets erfolgt durch die Übermittlung einer SOAP-Anfrage über http an das ServEx-Servlet. Der Austausch von Ein- und Ausgabeparametern kann entweder im Stile eines Methodenaufrufs über Java-Datentypen oder als XML-Dokument kodiert erfolgen. Dabei bleiben dem Entwickler die einem Weblet-Aufruf zu Grunde liegenden Details der Datenübertragung als SOAP-Dokument über http verborgen.

Da ein Weblet uneingeschränkt auf die Funktionalität der ausführenden Java-Laufzeitumgebung zugreifen kann, besteht z. B. durch die Einbindung von JDBC (Java Database Connectivity) auf einfache Weise die Möglichkeit zum Zugriff auf Datenbankressourcen.
Im ServEx Lieferumfang sind verschiedene Konnektoren zur optionalen Einbindung von Mainframe-Prozessen in ServEx-Weblets enthalten. Der Weblet-Entwickler kann Funktionen der Mainframe-Konnektoren über bereitgestellte Java-APIs integrieren. Die nachfolgende Liste enthält eine Übersicht der verfügbaren Mainframe-Konnektoren von XPS: Die Verwaltung von ServEx erfolgt unter Verwendung der komfortablen ServEx Komponente 'SOAPOpera', mit der auch das direkte Testen von Weblets ohne Entwicklung eigener Testprogramme möglich ist.